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Ransbach

Im Zuge der Gebietsreform wurde Ransbach seit 01.02.1971 ein Ortsteil der Gemeinde Hohenroda. Einzel-handelsfachgeschäfte, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe, eine Gaststätte, ein Facharzt für Allgemeinmedizin sowie ein reges Vereinsleben prägen den Ort. zu dem überregionalen bekannten Sportzentrum gehören 3 Sportplätze und eine Großsporthalle, die bereits von vielen auswärtigen Vereinen für Trainingslager besucht wurden. Der bekannte Sportgasthof Deis liegt in unmittelbarer Nachbarschaft. Im angrenzenten Gewerbegebiet ist Lotz´es Getränkefachgroßhandlung ansässig.

Wahrscheinlich ist Ransbach um 800 nach Christi gegründet worden. Der genaue Zeitpunkt liegt nicht fest. Die Ersterwähnung ist in einer Urkunde dokumentiert, die sich im Staatsarchiv des Landes Hessen in Marburg befindet. Ein Abdruck der Urkunde ist auf dieser Seite unten ersichtlich. Demzufolge wurde Ransbach erstmals im Jahr 1254 erwähnt, und zwar in einer Urkunde des Klosters Hersfeld von 12. November 1254. In dieser Urkunde überträgt Abt Wernher von Hersfeld seinen Mitbrüdern Güter in Ransbach.
 

Um Ransbach liegen 5 Wüstungen. Diese Orte: Kohlhausen, Marcha, Reichenau, Moppers sind im 16. Jahrhundert und Zimmers im 17 Jahrhundert wüst geworden. Im Dreißiährigen Krieg ist Ransbach von den Kroaten vollständig zerstört worden. 1648 kam Ransbach mit dem Landecker Amt endgültig an die Landgrafschaft Hessen Cassel. Während des siebenjährigen Krieges war Ransbach wiederholt von feindlichen Truppen besetzt. Das Land war arm, und der Ertrag der Felder sehr jämmerlich. 1807 wurde Ransbach westfälisch. Als Napoleon nach der Schlacht bei Leipzig 1813 seinen Rückzug antreten musste, nahm die geschlagene Armee zu einem größten Teil ihren Rückzugsweg durch diese Gegend. Hinter den Franzosen jagten die Kosaken her, und wieder mussten die Ransbacher Freund und Feind ernähren. 1813 löste sich das Königreich Westfalen auf und Ransbach wurde wieder hessisch.

Die Jahre 1817 und 1847 brachten durch völlige Missernten und eine Kartoffelkrankheit Not und Hunger über unseren Ort. Wer kein eigenes Land hatte, ernährte sich mühsam vom Tagelohn. Viele Ransbacher wanderten nach Amerika aus oder zogen nach Westfalen, um dort in den Kohlengruben zu arbeiten. Um 1900 wurde im Werratal nach Kali gebohrt und Kalischächte errichtet. Dieses brachte für unsere Gegend einen wirtschaftlichen Aufschwung.

 

Einwohnerzahl: 1.192
Ortsvorsteher: Hans-Albert Pfaff, Alte Tränke 4

 

Link-Tipp: www.hohenroda-ransbach.de